Operative Behandlungsverfahren spielen heutzutage eine größere Rolle bei der Parkinsonkrankheit als noch vor 10 Jahren. Die Tiefe Hirnstimulation ist mittlerweile ein etabliertes Verfahren zur Behandlung der fortgeschrittenen Parkinsonkrankheit, zu dem umfangreiche Studienergebnisse vorliegen und das in den Leistungskatalog aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen aufgenommen wurde.
Grundlage dieses Behandlungsverfahrens ist die Erkenntnis, dass den Symptomen der Parkinsonkrankheit eine krankhaft veränderte Nervenzellaktivität in wenigen, umschriebenen tiefen Hirnkernen zugrunde liegt. Eine Schlüsselrolle nimmt der subthalamische Kern ein, in dem die Aktivität der Nervenzellen abnorm gesteigert ist und der andere hemmende Kerngebiete antreibt, die wie eine „Bremse“ auf Bewegungszentren in der Hirnrinde wirken. Hierdurch entstehen die abnorm verlangsamten Bewegungen bei der Parkinsonkrankheit und die Unfähigkeit Bewegungen willentlich zu starten (Akinese). Im Tiermodell der Parkinsonkrankheit konnte gezeigt werden, dass eine Beseitigung der Überaktivität des subthalamischen Kerns durch eine gezielte Zerstörung Parkinsonsymptome lindern kann.






