Bei kaum einer anderen neurologischen Erkrankung steht ein derart umfangreiches medikamentöses und operatives Behandlungsangebot zur Verfügung, wie bei der Parkinson-Krankheit. Trotzdem gibt es eine Gruppe von Patienten, denen man allein durch die Behandlung ihrer Bewegungsstörungen wie Steifheit oder Zittern nicht ausreichend gerecht wird. Im Laufe seiner Erkrankung erleidet jeder zweite bis dritte Parkinson-Patient eine depressive Episode. Mit etwa 35 bis 45 % ist die Depression somit die häufigste neuropsychiatrische Begleitsymptomatik des Morbus Parkinson. Diese verdient besondere Aufmerksamkeit, da sie häufig hartnäckig ist und das subjektive Erleben der eigenen Befindlichkeit wesentlich verschlechtern kann. In Umfragen zur Lebensqualität von Parkinson-Patienten gehören Depressionen unabhängig von der motorischen Behinderung zu den wichtigsten beeinträchtigenden Faktoren. Ihre sichere Erkennung, Zuordnung und Behandlung ist deshalb für die erfolgreiche Behandlung eines Parkinson-Patienten von besonderer Wichtigkeit.






