Die Einführung der modernen Therapie der Parkinson-Krankheit vor fast 37 Jahren war ein großer Durchbruch in der Neurologie. Die L-Dopa-Therapie und später die heutige Kombinationstherapie normalisierten die Lebenserwartung der Parkinson-Patienten und verbesserten durch Unterdrückung der Symptome ihre Lebensqualität grundlegend. Die heutige, sehr effektive Therapie veränderte aber auch die Symptomatik der Krankheit. Abgesehen von den Überbewegungen, die bei den unbehandelten Parkinson-Patienten nicht auftreten, zeigen sich jetzt gelegentlich auch solche psychische Symptome, die die Ärzte früher bei der Parkinson-Krankheit ohne begleitende psychische Erkrankung nur sehr selten beobachteten, nämlich Halluzinationen und sogar auch Psychosen. Diese als Nebenwirkung auftretenden psychischen Erscheinungen werden u.a. auch als L-Dopa-ausgelöste Halluzinationen und L-Dopa-Psychose genannt, obwohl diese Bezeichnung nicht ganz zutreffend ist, weil praktisch alle Antiparkinson-Mittel diese psychischen Nebenwirkungen verursachen können.






