Sowohl Komplikationen der Erkrankung als auch Therapiekomplikationen bedürfen mitunter einer gesonderten eigenständigen Behandlung.
Sowohl Komplikationen der Erkrankung als auch Therapiekomplikationen bedürfen mitunter einer gesonderten eigenständigen Behandlung.
Als Komplikationen der Erkrankung können vegetative Störungen auftreten, aber auch bei den Bewegungsstörungen kann es im Krankheitsverlauf zu Komplikationen kommen wie z.B. unkontrollierten Überbewegungen oder Bewegungsblockierungen. Die Bewegungskomplikationen zeigen den Übergang zwischen krankheitsbedingten und therapiebedingten Problemen an. Dieser Bereich findet seine Fortsetzung in den psychischen Störungen, wie sie in Form von Depressionen und Psychosen auftreten können.
überschießende Talgproduktion der Haut (Salbengesicht): Hautpräparate
verstärkter Speichelfluss infolge verminderter Schluckfähigkeit: Anticholinergika
verstärktes Schwitzen: Anticholinergika, Beta-Blocker, Dopaminagonisten, L-Dopa
Schluckstörungen (Schlucken verzögert und unzureichend, Gefahr des Eindringens von Flüssigkeit in die Luftröhre): L-Dopa, Anticholinergika, Amantadin
Verdauungsstörungen (Übelkeit, Brechreiz, Blähungen): 3 x 20mg Domperidon/Tag
Chronische Verstopfung: Flüssigkeitszufuhr, ballastreiche Ernährung, Naturmittel, 1-3 Btl. Movicol/Tag
Blasenentleerungsstörungen (Mangelndes Zusammenspiel von Schließmuskel und Blasenentleerungsmuskulatur, starker Harndrang, Restharnbildung):
Kreislaufstörungen: Flüssigkeitszufuhr, Kochsalzzufuhr, Stützstrümpfe, Midodrin, Fludrocortison, DOPS
Schlafstörungen: Minderung nächtlicher Bewegungsunfähigkeit durch L-Dopa-Retard-Präparate zur Nacht, Amitryptillin, Substanzen zur Schlafförderung, wie z.B. Zopiclon oder Zolpiden