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Rentenversicherung

Stand September 2011

Voraussetzungen für Rentenzahlungen

Rentenversicherung

Um Rente zu erhalten, müssen auch Patienten mit M. Parkinson ausreichend lange Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Die „allgemeine Wartezeit“ beträgt bei der Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente fünf Jahre. Für die letzten fünf Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung muss nachgewiesen werden, dass der Patient mindestens drei Jahre lang die Pflichtbeiträge gezahlt hat.
Grundlage für die monatlichen Rentenüberweisungen ist die Höhe der bisher gezahlten Beiträge. Wer eine Rente beanspruchen will, wendet sich an die Rentenberater der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) oder der Landesversicherungsanstalt (LVA). Die großen Versicherungsanstalten oder auch die Krankenkassen vermitteln auf Wunsch hin die Telefonnummern und Adressen der Berater.

 

Rente auf Zeit
Dem Patienten gewährt der Rentenversicherungsträger eine Rente für einen bestimmten Zeitraum, wenn Aussicht besteht, dass der Patient nach medizinischer oder beruflicher Rehabilitation (s. Parkinson-Erkrankung und Beruf) wieder ins Berufsleben eingegliedert werden kann.

Erwerbsunfähigkeitsrente
Die Erwerbsunfähigkeitsrente wird einem Versicherten gewährt, der nicht mehr in der Lage ist, regelmäßig eine Berufstätigkeit auszuüben oder der wegen seiner Erkrankung nur ein sehr geringes Einkommen von höchstens 323 EUR/Monat erzielen kann. Ein Hinzuverdienen ist nur in sehr begrenztem Umfang möglich.

Berufsunfähigkeitsrente
Eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung weniger als halb so viel arbeiten – und verdienen – können, wie wenn sie gesund wären. Berufsunfähig heißt nicht „erwerbsunfähig“: Es wird vom Rentenversicherungsträger überprüft, ob der Patient nicht eine andere zumutbare Berufstätigkeit trotz seiner Erkrankung in begrenztem Umfang ausüben kann. Daher kann diese Rente auch „auf Zeit“ gewährt werden. Sie ist etwa um ein Drittel niedriger als die Erwerbsunfähigkeitsrente. Der Rentenempfänger darf in begrenztem Umfang hinzuverdienen.

Stand September 2011