Obwohl über die Sexualität von Parkinson-Patienten in den letzten Jahren zahlreiche Artikel erschienen sind und das Thema auch in Chat-Foren häufig behandelt wird, schämen sich viele Patienten die individuellen Probleme beim Arzt oder bei den Therapeuten anzusprechen. Ehepaar, Arm in Arm Für diese Zurückhaltung sind mehrere Faktoren verantwortlich. Einerseits wird die Sexualität bei der Patientenaufklärung wenig beachtet, andererseits existieren auch einige Fehlmeinungen, die keineswegs begründet sind. So wird z.B. allgemein angenommen, dass die Parkinson-Patienten alle höheren Alters sind. Wir wissen aber, dass ein Anteil von ca. 8 % der Parkinson-Erkrankungen vor dem 40. Lebensjahr auftritt. In diesem Alter sind die Menschen auch nach der allgemeinen Meinung noch sexuell aktiv. Die andere weit verbreitete, aber nicht zutreffende Meinung ist, dass ältere Leute nicht mehr am Sex interessiert sind bzw. nicht mehr sein dürfen. Sexuelle Bedürfnisse sind im Alter etwas Anrüchiges. Diese und ähnliche, manchmal wohlgemeinten Annahmen führen dazu, dass der Patient und vielleicht auch der betreuende Arzt die Fragen der Sexualität der Patienten nicht anspricht.






