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Darm und M. Parkinson

Dr. med. Ilona Csoti
August 2018

"Unser Darm ist ein fabelhaftes Wesen, voller Sensibilität, Verantwortungsbewusstsein und Leistungsbereitschaft. Wenn man ihn gut behandelt, bedankt er sich dafür."

Dies ist wohl die treffendste Beschreibung unseres stets um unser Wohl bemühten privaten Abwehrsystems und Verdauungswunders, dem Darm. Sie stammt aus dem sehr unterhaltsamen Buch "Darm mit Charme" von Giulia Enders, dessen Studium ich nur jedem empfehlen kann, der sich mit Darmproblemen herumschlagen muss.

Dazu gehören auch Patienten mit Morbus Parkinson. Denn bei dieser Krankheit steht der Darm zum einen in Verdacht, die Eingangspforte für den bisher unbekannten Auslöser der Krankheit zu sein, zum anderen bringt er sich täglich durch seine "nervende Trägheit" in Erinnerung, er will umsorgt und umhegt werden, sonst funktioniert er nicht und protestiert beleidigt mit Verstopfung.

Was passiert nun eigentlich mit dem Darm bei Parkinson und warum ist der Darm bei Parkinson eigentlich "ohne Charme"?

Bereits im Jahr 1817 hat der Erstbeschreiber der Krankheit, Dr. James Parkinson darauf hingewiesen, dass die Betroffenen unter Störungen des Magen-Darm-Traktes leiden und dass gelegentlich Einläufe zur Stuhlentleerung eingesetzt werden müssen.

Heute wissen wir, dass der gesamte Verdauungstrakt, beginnend in der Mundhöhle bis zum Enddarm, von der Krankheit betroffen ist. In jeder Ebene der Verdauung können durch die Krankheit störende Symptome auftreten, wobei die chronische Verstopfung, in der Fachsprache "Obstipation" genannt, zu den häufigsten vegetativen Störungen bei Patienten mit Parkinson gehört, 70% bis 80% aller Patienten leiden im Verlauf der Krankheit darunter, bei einigen Patienten tritt sie bereits im frühen Stadium auf. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass eine chronische Verstopfung das Risiko, an M. Parkinson zu erkranken, erhöht.

Professor Heiko Braak, Neuropathologe und Parkinson-Forscher, erforscht die Verbindung zwischen Darm und Gehirn bereits seit vielen Jahren. Nach seiner wissenschaftlichen Hypothese beginnt die Krankheit zumindest teilweise im Verdauungstrakt (Aszensionshypothese). Eine Schlüsselrolle dabei spielt das falsch gefaltete Eiweißteilchen mit dem schönen Namen Alpha-Synuclein, von dem wir bereits wissen, dass es sich in den Zellen der Schwarzen Substanz (Substantia nigra) im Mittelhirn ablagert. Ebensolche Ablagerungen von Alpha-Synuclein konnte Herr Professor Braak auch in den Nervenzellen des Magens und des Darms nachweisen. Von dort aus, so seine Annahme, klettern die falsch gefalteten Alpha-Synuclein-Ablagerungen ins Gehirn. Dabei nutzen sie die Verbindung zwischen Darm und Gehirn (Darm-Hirn-Achse), den langen Vagusnerv und seine Ausläufer, wie eine Steigleiter oder, für unsere PC-aktiven Patienten, wie einen Kabelbaum. Übersetzen könnte man den Namen Vagusnerv mit "umherschweifender" Nerv. Er ist der größte Nerv des parasympathischen Nervensystems und an der Innervation fast aller inneren Organe beteiligt.

Untersuchungen an Mäusen haben gezeigt, dass man die Krankheit zumindest verlangsamen kann, wenn man diesen Nerv partiell durchtrennt. Früher wurde diese Behandlung zur Therapie von Magengeschwüren eingesetzt, um die Produktion von Magensäure zu hemmen (Vagotomie). In einer aktuellen schwedischen Studie fand man heraus, dass das Risiko, am M. Parkinson zu erkranken, sinkt, wenn man diesen Nerven, der das Gehirn mit dem Bauchraum verbindet, durchtrennt (Liu B et al. 2017).

 

Vagusnerv und sein Verlauf
Quelle: http://hmjaag.de/mikrobiom/

Durch die Schädigung der Nervengeflechte, welche die Darmwand innervieren, wird der Darm langsamer und träger. Verstärkt wird die Verstopfung durch die krankheitsbedingte Steifheit der Muskulatur, die allgemeine Verlangsamung und die medikamentös bedingte Austrocknung der Darmschleimhaut. Auch Schmerzen bei der Darmentleerung, z.B. durch Hämorrhoiden, können eine Verstopfung begünstigen. Nicht zu vergessen ist eine in aktuellen Studien nachgewiesene Schädigung der Darmflora. Hinter diesem blumigen Namen verbirgt sich die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die unseren Darm bewohnen, Synonym werden die Begriffe Mikrobiom oder Mikrobiota verwendet.


Darmmikrobiom
Quelle: https://bessergesundleben.de

Diese im Darm vorhandenen Gäste unseres Körpers helfen nicht nur bei der Verdauung, sie sind auch ausschlaggebend für unser privates Abwehrsystem gegen Krankheiten - das Immunsystem. Nahezu 70 % aller Immunzellen sind im Darm beheimatet. Somit spielt der Darm eine herausragende Rolle für die gesunde Funktion fast aller inneren Organe und er ist das schützende Tor gegen Gifte aus der Umwelt und zahlreiche Krankheiten durch die Produktion von Abwehrstoffen (Antikörper).

Nahezu 70 % aller Immunzellen sind im Darm beheimatet! Er verschafft unserem Körper Energie zum Leben! Er beherbergt das größte Nervensystem nach dem Gehirn!

Die Probleme beginnen in der Mundhöhle

Mundhöhle

Die Verdauungsprobleme bei Parkinson beginnen bereits bei der Nahrungsaufnahme in der Mundhöhle. Dort wird die Nahrung gekaut und mit Speichel vermengt, der auch Verdauungsenzyme enthält. Die Aufnahme der Nahrung erfolgt zum Teil überhastet und sie wird nicht ausreichend lange gekaut. Aus diesem Grund kommen der Mund- und Zahnhygiene und dem "Zeit nehmen" für das Kauen eine besondere Bedeutung zu.

Die Mundhöhle sollte gut gepflegt werden. Regelmäßiges Zähneputzen (bei feinmotorischen Störungen mit einer elektrische Zahnbürste) und Mundspülungen mit desinfizierendem Mundwasser sind empfehlenswert. In fortgeschrittenen Krankheitsstadien benötigen die Patienten bei der Mundpflege Unterstützung durch eine Pflegeperson.

Parkinson-Patienten schlucken krankheitsbedingt deutlich seltener aus gesunde Menschen. Aus diesem Grund leiden etwa 70 Prozent der Betroffenen durch das verminderten Abschlucken an einem störendem Speichelaustritt aus dem Mund (Sialorrhoe). Auch wenn sich das Symptom "Speichelfluss" harmlos anhört, empfinden viele Patienten gerade den übermäßigen Speichelfluss als besonders lästig und stigmatisierend. Sie schämen sich und ziehen sich aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Auch pflegende Angehörige leiden unter dieser Begleiterscheinung und nennen oft den Speichelfluss zuerst, wenn man danach fragt, was denn durch eine Änderung der Medikation gebessert werden soll.

Was kann man gegen Speichelfluss tun?

Ursächlich für den vermehrten Speichelfluss - auch Sialorrhoe, Hypersalivation oder Ptyalismus genannt - ist eine verminderte Schluckfrequenz und nicht, wie häufig angenommen, eine vermehrte Speichelproduktion. Dadurch sammelt sich in kurzer Zeit eine größere Speichelmenge an, welche dann den Weg des geringsten Widerstandes nimmt und durch den geöffneten Mund und den nach vorn geneigten Kopf hinausläuft. Pro Tag werden etwa 1 - 2 Liter Speichel produziert, daher schluckt der gesunde Mensch am Tag etwa 1,4 mal pro Minute, pro Tag also bis 2000 mal. Diese reflektorische Schluckbewegung ist bei Parkinson deutlich reduziert, insbesondere im Schlaf. Die Speichelproduktion ist bei Parkinson sogar eher vermindert, weshalb viele Patienten neben dem Speichelfluss über eine extreme Mundtrockenheit (Xerostomie) und einen zähen Speichel klagen. Bestimmte Medikamente können zu einer Verstärkung des Speichelflusses führen, z.B. Clozapin. Bei Patienten mit Parkinson-Demenz erhöhte der ausgeprägte Speichelfluss den Pflegeaufwand erheblich.

Rezeptpflichtige Medikamente oder Therapien:

  • Schlucktraining bei einem Logopäden
  • Schluckwecker zum Training der Schluckfrequenz,
  • zuhause: immer ein Glas Wasser in der Nähe haben – trinken,
  • unterwegs: Kaugummi kauen, saure Bonbons (Anis, Salbei) lutschen,
  • Amitriptylin 10 bis 50 mg täglich (Tropfen, Tabletten)
  • Atropin-Augentropfen 0,25 bis 0,75 mg 3 mal täglich unter die Zunge
  • Scopolamin Pflaster 1 - 2 Pflaster aller 3 Tage (Scopoderm TTS®)
  • Glycopyrroniumbromid (Seebri® Breezhaler - Kapsel mit Pulver zur Inhalation)
  • Glykopyrrolat Tabletten (in Deutschland noch nicht zugelassen, auf eigene Kosten über die internationale Apotheke in den USA bestellbar, Handelsname Cuvposa®)
  • Pirenzepin 1 - 2 Tabletten täglich (Gastrozepin®)
  • Trihexyphenidyl 1 - 3 Tabletten täglich
  • Methanteliniumbromid 1 - 3 Dragees täglich (Vagantin®)
  • Botulinumtoxin Spritze in die Speicheldrüsen
  • Bestrahlung der Speicheldrüsen

Homöopathische Arzneien (in der Regel Globuli oder Lösung):

Jaborandi, Kalium bromatum, Kalium chloratum, Mercurius, Pulsatilla, Agaricus muscarius, Pelargonium reniforme D1, Belladonna

Heilpflanzen:

Thymian- oder Kamilletee mehrfach täglich trinken, Salbeitropfen, Salbeitee mehrmals täglich, frische Salbeiblätter kauen, Salbeibonbons lutschen.

Die Therapie mit Botulinumtoxin führt durch eine Injektion in die Speicheldrüsen zu einer Reduktion der Speichelproduktion. Der Effekt stellt sich nach wenigen Tagen ein. In der Regel muss diese Therapie aller 3 - 4 Monate wiederholt werden.
Ziel der Bestrahlung sind ebenfalls die Speicheldrüsen. In der Literatur werden Einzelbehandlungen mit 7 - 8 Gy als sicher und effektiv beschrieben. Allerdings kenne ich keinen einzigen Patienten, bei dem diese Behandlung angewendet wurde.
Einen digitalen Schluckwecker kann man sich als freien Download über den Link www.rehamusik.de herunterladen. Klicken Sie "Signale" an, dort erscheint ein MP3-Titel mit einem Tonsignal, welches aller 2 Minuten erklingt (über 25.52 Minuten). Wer eine normale Schluckuhr sucht, kann dafür jeden digitalen Timer verwenden und sich diesen entsprechend programmieren (Tonsignal aller 2 Minuten einprogrammieren, 30 Minuten üben).

Hinweise zur Nahrungsaufnahme

  • ausreichend lange kauen,
  • Nahrung gut einspeicheln,
  • Kost eher feucht halten, ausreichend trinken,
  • Zerlegen der Nahrung in kleine Teile,
  • Nahrung nur pürieren, wenn unbedingt erforderlich,
  • Unterhaltung während des Kauens vermeiden,
  • in fortgeschrittenen Stadien Nahrung pürieren,
  • bei schweren Schluckstörungen Anlage einer Ernährungssonde.
 

Mundtrockenheit und zäher Speichel

Die Speichelproduktion kann angeregt werden, wie eben bereits beschrieben mit sauren Bonbons oder Kaugummi. Einige Patienten verwenden Tiki Brausetabletten, andere trinken Spitzwegerichtee mit Zitrone. Aus Apfel- oder Zitronensaft hergestellt Eiswürfel helfen ebenfalls. Bekannte Schleimlöser sind ACC (Acetylcystein, z.B. ACC akut® 600 mg), Sinupret Saft, Tropfen oder Tabletten, Ambroxol (z.B. Mucosolvan® Inhalationslösung, Saft, Tabletten), Efeublätter (Prospan®), Bromhexin. In schweren Fällen hilft künstlicher Speichel, z.B. Glandosane-Spray.

Die Naturheilkunde empfiehlt Zubereitungen aus Andornkraut, Angelikawurzel, Anisöl, Bittersüßstängel, Efeublätter, Eukalyptusblätter, Guaifenesin, Myrtol, Schlüsselblumen, Thymian, Spitzwegerich, Zwiebeln.

Rezept Zwiebelsaft: eine mittelgroße Zwiebel hacken und ca. 5 Minuten in 1/2 Liter Wasser aufkochen, durch ein Sieb gießen und mit etwas Honig süßen. Vor dem Schlafengehen schlückchenweise trinken.

Zu den bekanntesten Hausmitteln gehört das Anfeuchten der Luft. Sehr einfach und überall möglich ist das Aufstellen einer Duftlampe (z.B. mit Thymian-Essenztropfen) oder einer Schüssel mit heißem Wasser (z.B. mit wenigen Tropfen Eukalyptusöl).

Nächste Station - Speiseröhre (Ösophagus)

Die Speiseröhre verbindet die Mundhöhle mit dem Magen. Ihre Muskelfasern sind spiralig angeordnet, ähnlich einem Telefonkabel. Die Weiterleitung der Nahrung erfolgt beim gesunden Menschen nur in eine Richtung, von oben nach unten. Parkinson-Patienten leiden gehäuft unter Sodbrennen durch einen unerwünschten Rückfluss des Mageninhalts, Schleimhautentzündungen der Speiseröhre (Ösophagitis) und in den off-Phasen kann es zu schmerzhaften Krämpfen in der Speiseröhre kommen.

Dies konnte in wissenschaftlichen Arbeiten nachgewiesen werden. Mit Hilfe einer Videountersuchung des Schluckaktes konnte man sehen, dass die Nahrung bereits aus dem Rachen nicht normal in die Speiseröhre weitergeleitet wird (pharyngo-ösophageale Dysfunktion). Bei 71 untersuchten Patienten war der Nahrungstransport (Bolustransport) nur bei zwei Patienten normal, bei allen anderen waren folgende Störungen nachweisbar: verminderte Motilität, verzögerter Transport der Nahrung mit Stase (Stehenbleiben der Nahrung), falsche bzw. zu späte Kontraktionen der Muskulatur, Aspiration (Nahrung gelangt in die Luftröhre), offener oder nicht vollständig geschlossener Schließmuskel der Speiseröhre (Sphincter) mit Rückfluss der Nahrung (gastro-ösophagealer Reflux) (Leopold & Kagel 1997). Diese sogenannte GERD - "gastroesophageal reflux disease" wurde bei 65 % der Patienten nachgewiesen. Typisches Symptom dieser Krankheit ist Sodbrennen. Die Therapie der GERD erfolgt mit Säureblockern (PPI = Protonenpumpenhemmer). Diese Medikamente sind bei Parkinson nicht kontraindiziert und können zur Therapie dieser Krankheit eingesetzt werden. Nach eigenen Beobachtungen werden diese Mittel jedoch kritiklos auch häufig ohne eine Indikation, nur "zum Magenschutz" eingenommen. Dies ist aus medizinischer Sicht nicht richtig, denn die Einnahme kann dosisabhängig zu einem Mangel an Vitamin B12, Osteoporose oder zu einem verstärkten Befall des Magen-Darm-Traktes mit Clostridien (böse Darmbakterien) mit Durchfall kommen. Auch Patienten sollten die Indikation für frei verkäufliche Säureblocker (z.B. Omeprazol oder Pantozol) streng stellen.

Probleme im Magen

Nach hoffentlich kräftigen Vorwärtskontraktionen im Rachen und in der Speiseröhre kommt die Nahrung nun bereits gut gekaut, eingespeichelt und vorverdaut im Magen an. Die Schleimhaut des Magens ist mit kleinen Drüsen übersät, welche pro Tag 2 bis 3 Liter Magensaft produzieren. Ein Käsebrot verweilt etwa drei Stunden im Magen, fettere Speisen benötigen bis zu 8 Stunden.

An dieser Stelle wird klar, warum es besser ist, Levodopa-haltige Medikamente 30 Minuten vor einer Mahlzeit, anstatt 1,5 Stunden nach einer Mahlzeit einzunehmen!

Durch sanftes Durchbewegen vermischt der Magen die Nahrung mit dem Magensaft. Am Mageneingang und -ausgang sorgen ringförmig angeordnete Muskeln (Sphincter) dafür, dass die Nahrung nicht in die falsche Richtung wandert oder den Magen vorzeitig verlässt. Nun, das kommt bei Parkinson eher selten vor. Typisch ist jedoch ein träger Magen, der zu langsam arbeitet - Gastroparese genannt. In diesem Fall liegt die Nahrung zu lange im Magen, Aufstoßen, Völlegefühl und Übelkeit sind mögliche Folgen. Gehäuft kommt es bei Parkinson zu Entzündungen der Magenschleimhaut mit dem Keim Helicobacter pylori. Eine solche Magenschleimhautentzündung (Gastritis) führt zu einer Verschlechterung der Aufnahme von L-Dopa und somit in fortgeschrittenen Krankheitsstadien zu längeren off-Phasen, in denen die Wirkung von L-Dopa fehlt. Auch Eisen wird nicht richtig aufgenommen, war in Folge zu einer Blutarmut wegen Eisenmangel führen kann. Patienten mit Magenbeschwerden sollten sich deshalb immer einer Magenspiegelung unterziehen, um eine solche Infektion auszuschließen. Wird der Keim aber nachgewiesen, bessert sich die Parkinson-Symptomatik durch eine antibiotische Behandlung spürbar. Sofern die Einnahme von Eisenpräparaten erforderlich wird, sollten diese in einem Abstand von 2 Stunden zu L-Dopa-haltigen Medikamenten eingenommen werden. Ansonsten bilden sich feste Verbindungen von L-Dopa mit Eisen (Chelate), was erneut zu einem Wirkungsverlust von L-Dopa und schlechter Beweglichkeit führen kann.

Hilfreich gegen Völlegefühl u. Übelkeit

  • Anregen der Magentätigkeit mit einem Glas lauwarmem Wasser
  • Medikamente: Domperidon, Iberogast,
  • Naturheilkunde: Ingwer,
  • KEIN Metoclopramid (Paspertin®),
  • Medikamente gegen Sodbrennen (Säureblocker),
  • Antibiose bei Keimbefall mit Helicobacter pylori,
  • Parkinson-Therapie - nichtorale Medikamente bevorzugen:
  • Rotigotin-Pflaster (Dopaminagonist)
  • Apomorphin-Injektion über einen Pen (Dopaminagonist)
  • Apomorphin-Infusion über eine Pumpe (Dopaminagonist)
  • L-Dopa-Gel-Infusion über eine Sonde in den Dünndarm (Duodpa®-Pumpe)

Dünn- und Dickdarm

Im Dünndarm werden alle Nahrungsbestandteile aktiv verdaut, alle für uns nötigen Mikronährstoffe, Vitamine und Energielieferanten werden herausgefiltert. Der Dünndarm ist fast immer in Aktion, "immer vorwärts, nie zurück" ist sein Motto.

Bei Parkinson kann es zu einer Dünndarmfehlbesiedlung (DDFB), auch SIBO genannt, kommen (small intestinal bacterial overgrowth syndrome). Man versteht darunter eine falsche Besiedlung des Dünndarms. Sie kann Ursache für verschieden Krankheiten und Beschwerden sein.

In einer Studie mit 33 Patienten und 30 Kontrollen zeigten ca. 55 % der Parkinson-Patienten, aber nur 20 % der Kontrollen eine Dünndarmfehlbesiedlung. Zu beobachten waren bei den davon Betroffenen längere off-Phasen und/oder verzögerte oder sogar fehlende on-Phasen (delayed-on, no-on). Ursächlich wird eine verzögerte Dünndarmmotilität und/oder eine Fehlfunktion der Klappe zwischen Dünn- und Dickdarm angenommen (Ileocoekalklappe) (Fasano et al. 2013, Gabrielli et al. 2011). Das in Italien zugelassene Melevodopa (Levodopa Methylester, Sirio®) erwies sich im Vergleich zu Levodopa unter Studienbedingungen aufgrund seiner veränderten Pharmakokinetik bei Parkinson-Patienten mit SIBO als wirksamer (Fasano et al. 2014).

Der Dickdarm ist im Vergleich zum Dünndarm eher ein gemütlicher Zeitgenosse. Er bewegt den verbliebenen Speisebrei vor und zurück, sieht sich diesen genau an und falls er noch unverdaute Nahrungsreste findet, nimmt er sich diesen an und verdaut sie. Sein Motto: "In der Ruhe liegt die Kraft!" Typisch für Parkinson ist die Verstopfung (Obstipation).

Aktuellen Studien zufolge kommt es auch zu einem vermehrten Auftreten des Leaky Gut Syndroms (LGS), übersetzt "Leckender Darm" (besser löchriger Darm), verbunden mit einer erhöhten Durchlässigkeit (gut leakiness) für Darmbakterien und Giftstoffe aus dem Darm in den Blutkreislauf. Dies führt wiederum zu einer Veränderung der Darmflora und somit des Darmmikrobioms, womit der Kreis geschlossen ist und wir wieder bei den Studien von Professor Heiko Braak, der dem Darm eine herausragende Bedeutung in der Krankheitsentwicklung unterstellt (Forsyth et al. 2011, Scheperjans et al. 2014). Aktuell wird das LGS in mehreren Studien untersucht (Beispiele: Increased Gut Permeability to Lipopolysaccharides (LPS) in Parkinson's Disease, NCT01155492; Quantitative Analysis of Gut-derived Neuropeptides in Cerebrospinal Fluid (CSF) of Patients With Parkinson's Disease and Healthy Controls, NCT01792193 etc.).

Obstipation bei Parkinson

Eine der häufigsten vegetativen Störungen bei Patienten mit Parkinson ist die chronische Verstopfung, in der Fachsprache Obstipation genannt. 70% bis 80% aller Patienten leiden im Verlauf der Krankheit darunter.

Ursächlich für dieses Symptom ist eine Störung der Nervenzellen, welche die Darmwand innervieren. Dadurch wird der Darm langsamer und träger. Verstärkt wird die Verstopfung durch die Steifheit der Muskulatur, die allgemeine Verlangsamung und die medikamentös bedingte Austrocknung der Darmschleimhaut. Auch Schmerzen bei der Darmentleerung, z.B. durch Hämorrhoiden, können eine Verstopfung begünstigen.

Ursachen einer Verstopfung bei Parkinson

  • Darmträgheit durch Nervenschädigung
  • (Nachweis der Zellzerstörung durch Alpha-Synuclein-Ablagerungen in den Darmnerven)
  • Verlangsamte Passage des Dickdarms (Kolontransitzeit)
  • Schädigung der Darmflora (Mikrobiom)
  • Kraftlosigkeit von Zwerchfell und Bauchdecke
  • allgemeine körperliche Steifheit und Schwäche
  • Bewegungsmangel
  • falsche Ernährung (zu wenig Ballaststoffe)
  • Flüssigkeitszufuhr zu gering
  • Arzneimittel (Anticholinergika)
  • Hämorrhoiden

Medikamente, die eine Verstopfung auslösen oder verstärken

  • Spasmolytika - Mittel gegen häufigen Harndrang
  • Opioide - starke Schmerzmittel
  • Trizyklika - Medikamente gegen Depressionen
  • Diuretika - Mittel zur Entwässerung
  • Antazida - Mittel zur Bindung überschüssiger Magensäure
  • Eisenpräparate

Einige Patienten bemühen sich mit aller Macht und mit allen erdenklichen Mitteln um einen täglichen Stuhlgang. Laut Definition der Verstopfung ist dies nicht erforderlich, ja sogar schädlich für den Darm.

Definition

Eine chronische Obstipation liegt dann vor, wenn die Darmentleerung nur unter Anstrengung bzw. Pressen erfolgt, der Stuhl hart und knollig ist und der Darm weniger als dreimal pro Woche entleert wird.
Wenn ein Patient also täglich Stuhlgang hat, dieser aber trocken und hart ist und Schmerzen bei der Entleerung bereitet, so besteht eine Verstopfung, nicht jedoch, wenn aller drei Tage eine normale Darmentleerung erfolgt.

Spätestens am dritten Tag sollte jedoch eine Darmentleerung erfolgen bzw. angeregt werden, da es ansonsten zu einer starken Erweiterung des Enddarmes (Megacolon) kommen kann. Bei diesen Patienten ist dann langfristig eine manuelle Ausräumung erforderlich, da normale Abführmaßnahmen unwirksam sind. Dies ist sehr unangenehm, sowohl für den Betroffenen, als auch für den pflegenden Angehörigen. Auch ein Darmverschluss (Ileus) kann durch zu langes Zuwarten entstehen, auch heute noch für einige Menschen mit tödlichem Ausgang. Weitere möglich Komplikationen sind: die Darmverschlingung/-verdrehung (Volvulus), die Pseudoobstruktion (geblähter, regungsloser Darm) und die Darmperforation (Zerreißung).

Symptomatik

Wir unterscheiden verschiedene Arten der Obstipation. Die meisten Parkinson-Patienten leiden unter einer sogenannten Slow-Transit-Obstipation - auf Deutsch: die Zeit, die die Nahrung benötigt, um den Dickdarm zu erreichen und zu passieren, ist ganz erheblich verlängert. Sie geht mit einer schweren Motilitätsstörung des Darmes einher und wird deshalb auch als "Kolonparese" bezeichnet.

Bei Parkinson-Patienten kann diese Kolon-Transit-Zeit um das Doppelte oder Dreifache verlängert sein. Die gestörten Nervenzellen in der Darmwand führen zu einer Schwächung der Darmmuskulatur, die für den geordneten Weitertransport der Nahrung verantwortlich ist. Die Möglichkeit einer gesunden Darmmuskulatur, sich zu dehnen und zusammenzuziehen, um die Nahrung weiter zu transportieren, ist durch diese Schwäche deutlich eingeschränkt. Die Nahrung verweilt länger im Darm. Durch diese längere Verweildauer werden der Nahrung Flüssigkeit und Elektrolyte entzogen, es kommt zur Eindickung bis hin zur Bildung von Kotsteinen (Kot = Stuhl) oder einem Kotstau, Koprostase genannt. Die Stuhlentleerung ist infolge dessen mühsam, gelingt nur mit starkem Pressen und häufig mit dem Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung.

Selbstverständlich können auch ganz andere Ursachen für eine Verstopfung vorliegen, die nichts mit der Krankheit Parkinson zu tun haben. Es würde jedoch zu weit führen, dies hier weiter auszuführen. Da die Obstipation bei M. Parkinson eine Folge der Krankheit ist, wird sie als sekundär bezeichnet. Es gibt verschiedene diagnostische Möglichkeiten, eine Obstipation genauer zuzuordnen, z.B. Führen eines Stuhlprotokolls, Ultraschalluntersuchung des Oberbauches, Messung der Kolontransitzeit, Defäkographie (Röntgenuntersuchung während der Darmentleerung), Manometrie im Dünndarm, Dickdarm oder Enddarm (Druckmessung in den verschiedenen Darmabschnitten), Elektromyographie des Schließmuskels usw.

Durch eine Unterstützung der Darmfunktion kann dieser langsamen Darmpassage entgegengewirkt werden. Natürlich stehen zunächst diätetische Maßnahmen im Vordergrund, bei den meisten Patienten ist dies jedoch nicht ausreichend, zusätzliche abführende Maßnahmen sind erforderlich. Diese Therapie sollte schonend, aber effizient sein.

Therapie

Tabelle (nach Blümm A et al. 2012)
Stufentherapie bei chronischer Obstipation

Stufe 1: Basismaßnahmen
Stufe 2: Laxanzien (Abführmittel)
Stufe 3: Prokinetika (Darmperistaltik verstärkende Medikamente)
Stufe 4: Klysmen, Einläufe, Lavage
Stufe 5: Sakralnervenstimulation, Chirurgie

Stufe 1 - Basismaßnahmen

Erstmaßnahme bei beginnender Verstopfung ist ein regelmäßiger Gang zur Toilette, am besten morgens. Dabei sollte man dem Darm Ruhe und ausreichend Zeit geben, auch ein Glas lauwarmes Wasser am Abend oder am Morgen wirkt manchmal Wunder. Die früher übliche WC-Lektüre einschließlich lustiger Sprüche an der Tür kommen langsam wieder in Mode, wie wir sehen, nicht ohne Grund. Unsere Männer haben ohnehin oft die in Frauenaugen schlechte Eigenschaft, die Morgenzeitung auf der Toilette zu lesen - sehr gut für den Darm, schlecht für die Nerven der immer in Zeitnot befindlichen Gattin. Vielleicht haben Frauen auch aus diesem Grund deutlich mehr unter Obstipation zu leiden, sie haben nie Zeit!! Wichtig ist auch eine Wohlfühltemperatur im Bad bzw. in der Toilette.

Um das Auftreten von Hämorrhoiden, Leistenbrüchen oder Blutdruckspitzen zu vermeiden, sollte man den Darm selbst arbeiten lassen, nicht pressen. Ein leichtes Schaukeln mit dem Oberkörper vor und zurück kann die Darmpassage unterstützen.

Trinken Sie genügend!

Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. 1,5 Liter Wasser pro Tag ist Pflicht - der Rest ist Kür (Suppe, Kaffee, Milch etc.). Am besten, Sie stellen sich gleich am Morgen zwei Flaschen Wasser zurecht, dann haben Sie die noch nötige Trinkmenge immer genau im Blick. Wählen Sie ein gesundes Wasser, es sollte Ihnen jedoch auch schmecken. Der Geschmack kann durch Zugabe von etwas Fruchtsaft verändert werden, dann wird es nicht langweilig. Verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke, insbesondere auf Cola.

Der Darm braucht Ballaststoffe!

Einen wesentlichen Beitrag zur Verstopfung leistet eine einseitige oder falsche Ernährung, unterstützt durch Bewegungsmangel. Weißbrot, Toast, Zucker, Kuchen, Pudding, Mousse au Chocolat, andere Süßigkeiten und Fast-Food-Gerichte werden Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukten vorgezogen.

Diese ballaststoffarme Kost wird bereits im Dünndarm verdaut, es bleiben kaum Reste zurück, die den Dickdarm füllen und zur Tätigkeit anregen, indem sie den nötigen mechanischen Reiz auf die Darmwand ausüben, welcher zum Weitertransport des Darminhalts nötig ist. Infolgedessen bleibt die Nahrung zu lange im Darm, wird eingedickt und trocken und löst keinen Stuhldrang aus. Die Darmentleerung verzögert sich oder bleibt aus.

Stellen Sie Ihre Ernährung um - auf Vollkornbrot/brötchen, Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln, Müsli, Getreideflocken, Fleisch, Fisch, Eier, Obst, Salat, Rohkost, Gemüse. Diese Nahrungsmittel enthalten genügend Ballaststoffe, welche den Darm anregen und die Darmpassage fördern. Auch Milchprodukte wie Joghurt (insbesondere mit probiotischen Milchsäurebakterien), Kefir oder Buttermilch fördern die Verdauung - sie sind jedoch eiweißhaltig und sollten deshalb immer im ausreichenden Abstand zu den Parkinson-Medikamenten auf dem Speiseplan stehen. Hier sei auch an die Studienergebnisse des Max-Planck Institutes Dresden erinnert, demnach können die beiden Wirkstoffe D-Laktat und Glykolsäure (linksdrehende Milchsäure in bulgarischem Joghurt, Fruchtsäure in Pflaumen, Weintrauben etc.) die Blut-Hirn-Schranke überwinden und geschädigte Nervenzellen reparieren.

Achtung!
Nehmen Sie Ihre Parkinson-Medikamente immer 30 Minuten vor den Mahlzeiten ein!

Weitere bekannte Hausmittel:

Flohsamen, Leinsamen (unbedingt mit ausreichend Flüssigkeit - sonst tritt das Gegenteil ein), Weizenkleie, Milchzucker, Trockenpflaumensaft, Trockenfeigen, Sauerkrautsaft, rohes Sauerkraut usw.

Stufe 2: Abführmittel

Ein optimales Abführmittel sollte zu einer Normalisierung der Kolon-Transit-Zeit führen sowie zu einer leichten Stuhlentleerung ohne Gewöhnungseffekt. Es sollte keine Verschiebungen im Wasser- und Elektrolythaushalt des Darmes auslösen und möglichst nebenwirkungsfrei sein. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien kommen aufgrund wissenschaftlicher Studien zwei Substanzgruppen in Frage:

1. Lactulose
2. Macrogole


Beide Mittel können empfohlen werden. Die osmotisch wirkende Macrogol-Trinklösung führt durch Wasserbindung zu einer Verflüssigung und Volumensteigerung des Stuhls. Die ebenfalls osmotisch wirkende Lactulose wird von Darmbakterien verstoffwechselt und kann daher zu Blähungen führen. Macrogole liegen in Pulverform vor, sie werden in Wasser gelöst und getrunken. Beginnen Sie mit einem Beutel pro Tag und erhöhen Sie dies Menge bis zu drei Beuteln, wenn erforderlich. Sollten Sie damit noch keinen Stuhlgang haben, muss am dritten Tag ein zusätzliches Abführmittel eingenommen werden (Zäpfchen, Klistiere). Es gibt verschiedene Zäpfchen, wir haben gute Erfahrungen mit Lecicarbon® Zäpfchen für Erwachsene. Sie entwickeln in Enddarm kleine Mikrobläschen aus Kohlendioxid. Diese Bläschen dehnen die Darmwand und lösen damit den Entleerungsreflex aus. Auch andere Abführmittel, wie z.B. Bisacodyl, Natriumpicosulfat oder Rizinusöl haben sich als wirksam erwiesen, sind aber häufiger mit Nebenwirkungen wie Bauchkrämpfe oder -schmerzen verbunden. In der Regel erholt sich der Darm nach einigen Wochen und zusätzliche Abführmaßnahmen sind nicht mehr nötig. Viele Patienten benötigen dann nur noch einen Beutel Macrogol pro Tag. Einige meiner Patienten ziehen Flohsamenschalen vor.

Stufe III - Prokinetika

Zeigen Abführmittel keine ausreichende Wirkung oder werden nicht vertragen, können sogenannte Prokinetika verordnet werden. Diese Mittel regel die Magen-Darmtätigkeit über eine Beeinflussung der Serotonin- oder Opioidrezeptoren in der Darmwand an. Zugelassen sind aktuell das serotonerge prokinetisch wirksame Prucaloprid (Resolor®) und die beiden peripher wirksamen Opioidrezeptorantagonisten Methylnaltrexon (Relistor®) und Naloxegol (Moventig®).

Stufe IV - Klysmen, Einläufe, Lavage

Sollten bereits genannte Behandlungsmaßnahmen nicht ausreichen, können Klistiere bzw. großvolumige Einläufe oder perorale Darmspülungen zum Einsatz kommen.

Stufe V - Chirurgie, Sakralnervenstimulation

In aussichtslosen Fällen, die ich persönlich noch nie erlebt habe, ist die Indikation für eine teilweise Darmentfernung (subtotale Kolektomie) gegeben, mit allen möglichen Gefahren einer aufwändigen Bauchoperation. Alternativ kann die weniger invasive Sakralnervenstimulation zum Einsatz kommen, welche bei der Therapie der Stuhlinkontinenz bereits seit längerer Zeit bekannt ist. Dabei wird eine Art "Darmschrittmacher" eingesetzt, ähnlich einem Herzschrittmacher. Stimuliert werden die Nervenzellen des Sakralmarks, welche den absteigenden Dickdarm und den Enddarm innervieren.

Zusammenfassung

Wie Sie sehen, sind Sie der Verstopfung nicht hilflos ausgeliefert. Sie selbst können durch den Einsatz von Basismaßnahmen viel dagegen tun, aber auch Ihr Arzt kann Ihnen hilfreich zur Seite stehen und Ihnen weiterführende Therapiemöglichkeiten empfehlen.


Zum Abschluss einen passenden Reim vom Eugen Roth:

Verstopfung
Man kann mit ethischen Entschlüssen
Zum Dürfen wandeln sonst das Müssen.
Nur die Verstopfung schafft Verdruß:
Man darf: - Was hilfts, wenn man nicht muß?
aus: Der Wunderdoktor



Quellen:

  1. Liu B, Fang F, Pedersen NL A et al. Vagotomy and Parkinson disease: A Swedish register-based matched-cohort study. Neurology. 2017 May 23;88(21):1996-2002.
  2. doi: 10.1212/WNL.0000000000003961.
  3. Leopold NA, Kagel MC. Pharyngo-esophageal dysphagia in Parkinson's disease. Dysphagia. 1997; 12(1):11-8; discussion 19-20.
  4. Blümm A, Layer P, Andresen V. Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten bei chronischer Obstipation. Arzneimittel-, Therapie-Kritik & Medizin und Umwelt 2012;1:19-27. Hans Marseille Verlag GmbH München.
  5. Csoti I. www.gesundheitskompass-mittelhessen.de
  6. Enders G. Darm mit Charme. Ullstein Verlag, 37. Ausgabe 2015.
  7. Roth E. Alle Rezepte vom Wunderdoktor. Sanssouci Verlag, 1. Auflage 2004.

Dr. med. Ilona Csoti
Ärztliche Direktorin
Gertrudisklinik Biskirchen
Karl-Ferdinand-Broll-Str. 2-4
35638 Leun-Biskirchen