Fachwissen über die Parkinson-Krankheit scheint die Versorgung von betroffenen Patienten in betreuten Einrichtungen bedeutsam zu verbessern. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler am Elsternwick Private Hospital in Melbourne, Australien. Sie entwickelten ein umfassendes Programm zur Therapie und Unterstützung von Patienten und Fachpersonal, das an 118 Mitarbeiter in neun Einrichtungen in und um Melbourne ausgeliefert wurde. Das spezifische Wissen des Personals wurde zu Studienbeginn, nach einem, drei und 12 Monaten getestet. Außerdem gingen die Daten von insgesamt 49 Bewohnern der Pflegeeinrichtungen in die Analyse ein, die ebenfalls zu Beginn, nach einem, drei und 12 Monaten erfasst wurden.
Neben einem Demenzscreening (MMSE), einer Selbstbeurteilungsskala zur Depression (GDS), einer Verlaufsbeurteilung (UPDRS) und den Schweregraden nach Hoehn & Yahr wurden auch Fragebögen zu Lebensqualität, Müdigkeit, Familie und Wohnsitz sowie ein monatliches Tagebuch ausgewertet. Nach Analyse der Daten zeigte sich, dass die Wissens-Scores der Mitarbeiter nach der Fortbildung gegenüber dem Ausgangswert deutlich anstiegen und auch nach 12 Monaten aufrecht erhalten werden konnten. In der Gruppe der Patienten verbesserten sich die Werte ebenfalls bereits nach einem Monat signifikant und blieben bis zu 12 Monate (mit Ausnahme von UPDRS III) konstant.
Diese Studie hebt hervor, dass bereits eine einfache Maßnahme, wie in diesem Fall das verbesserte Fachwissen beim Pflegepersonal, eine signifikante und klinisch relevante Verbesserung in der Betreuung von Parkinson-Patienten bewirken kann.
Für Sie gelesen: Dr. Fornadi (Parkinsonism Relat Disord. 2010 Jun;16(5):351-5)
» alle News 2010
» alle News 2009
» alle News 2008
» alle News 2007