Bei mehreren Krankheiten und so auch bei der Parkinson-Krankheit ist die Signalübertragung durch Neurotransmitter gestört. Zur Behandlung wird bei diesen Patienten der fehlende Überträgerstoff bzw. seine Vorstufe von Außen zugeführt. Eine Alternative könnte irgendwann die Methode sein, die von Schwedischen Forschern am Karolinska-Institut und der Universität Linköping untersucht wird. Ihnen gelangen erste Erfolge mit künstlichen Nervenzellen.
Die Wissenschaftler setzten hier auf Technik. Die geschädigten Nervenzellen werden durch künstliche ergänzt. Sie bestehen aus Ionenpumpen. Jeder Mensch besitzt in seinen Nervenzellen eine Pumpe, die die Weiterleitung von Elektronen (elektrische Reizübertragung) ermöglicht. Dadurch kommt es zur Ausschüttung der benötigten Neurotransmitter, wie z.B. von Dopamin.
Die künstlichen Ionenpumpen bestehen aus einem Kunststoff, der elektrische Impulse leitet. Die Wissenschaftler benutzen nun dieses körperähnliche System und versetzen es mit Neurotransmittern. Die ersten Tests waren erfolgreich: Bei Meerschweinchen wurden die wichtigen Überträgerstoffe bereits künstlich ausgeschüttet. Daraufhin erfolgte eine geregelte Signalübertragung.
Die Wissenschaftler wollen die Technik weiter verfeinern. Bis jetzt sind die Geräte noch mehrere Zentimeter groß. Um im Körper eingesetzt zu werden, muss es deutlich kleiner werden.
Für Sie gelesen: Dr. Fornadi (PM-Magazin. 05.11.2009)
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