Das Team von Dr. Kaplitt aus New York hat ein gentechnisches Verfahren bei 12 Parkinson-Patienten geprüft, die mit Medikamenten nicht mehr zufriedenstellend eingestellt werden konnten. Die Forscher haben mit so genannten Vektor-Viren das Gen für das Enzym Glutamat-Decarboxylase in den Nucleus subthalamicus eingeschleust. Diese Hirnregion, die bei der Parkinson-Krankheit hyperaktiv ist, wird im Allgemeinen auch bei der tiefen Hirnstimulation durch Überstimulation gehemmt. Das Enzym Glutamat-Decarboxylase produziert den Hemmenden Überträgerstoff Gamma-Buttersäure (GABA). Durch den Eingriff polte das Team den Nucleus subthalamicus von einem erregenden in ein hemmendes Zentrum um. Die Symptome gingen nach drei Monaten um ein Viertel zurück und blieben auf diesem Niveau auch bei der Auswertung nach einem Jahr. Nebenwirkungen wurden bisland nicht beobachtet.
Die Wirksamkeit und Sicherheit dieses Verfahrens muss noch in größeren Studien bestätigt werden, bevor diese Therapieform für Patienten zur Verfügung gestellt werden kann.
Für Sie gelesen: Dr. Fornadi
The Lancet 2007;369:2056, 2097