Menschen, die an Gicht (Gicht =erhöhte Harnsäurewerte) leiden, sind offenbar seltener an Parkinson erkrankt. Dafür spricht eine Studie an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Die Forscher untersuchten die Daten von ca 11.000 Patienten mit Gicht und 56.000 gesunder Kontrollpatienten.
Die Studienteilnehmer waren alle älter als 65 Jahre und wurden ca. 8 Jahre lang beobachtet. In dieser Beobachtungszeit traten 1182 Parkinson-Erkrankungen auf. Die statistische Auswertung zeigte, dass die Gruppe mit erhöhten Harnsäurewerten ein erniedrigtes Risiko hatte, an Parkinson zu erkranken. Eine andere Studie spricht für eine den Krankheitsverlauf verlangsamende Wirkung erhöhter Harnsäurewerte bei der Parkinson-Krankheit. Dieser Effekt wurde bei einem Teil der Patienten sogar durch DAT-Scan nachgewiesen.
Für Sie gelesen: Dr. Fornadi
Arch Neurol 65 (2008) 716
Bemerkung: Die erhöhten Harnsäurewerte im Blut verursachen aber kardiovaskuläre Komplikationen, so dass die künstliche Erhöhung des Harnsäurespiegels kein therapeutischer Weg ist für die Prophylaxe oder für die Beeinflussung der Krankheitsprogression.