Ein häufiges Problem der medikamentösen Parkinson-Therapie ist die zunächst unter Dopaminagonisten-Behandlung registrierte extreme Tagesmüdigkeit und die Einschlafattacken. In der Zwischenzeit ist es bekannt geworden, dass ähnliche Erscheinungenn auch unter der L-Dopa-Therapie auftreten können und dass auch ein Teil der nicht-parkinson-kranken Bevölkerung Sekundenschlaf-Attacken haben kann. Die Ursache dieser Störungen ist nicht klar.
Vor kurzem wurde über einen Verlust von Orexin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn von Parkinson-Patienten berichtet. Orexin ist ein Überträgerstoff im Gehirn, der in der Steuerung des Schlaf-Wach-Verhaltens eine wichtige Rolle spielt. Es wurde festgestellt, dass Menschen, die an übermäßigem Schlafdrang leiden, ebenfalls einen Mangel an Orexin-produzierenden Zellen im Gehirn haben. Orexin-Antagonisten (Gegenspieler) können bei Menschen Schlafzustand auslösen.
Die Forscher untersuchten bei Affen die Wirksamkeit von Orexin. Der Botenstoff wurde in Spritzenform aber auch in Form von Nasenspray verwendet. Die Wissenschaftler meinen, dass Orexin auch bei der extremen Tagesmüdigkeit der Parkinson-Patienten hilfreich sein könnte.
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J Neurosci. 2007 Dec