Patientenforum  [Search] Suche   [Hilfe] Hilfe  [Register] Registrieren  [Login] Anmelden 
Nichtmedikamentöse Parkinsonbehandlung.  XML
» Patientenforum
Autor Beitrag
Schachcharly
Hallo birta,

es freut mich, dass sich auch andere für dieses Thema interessieren.
Du legst den Finger ja gleich richtig in die Wunde. Ich nehme auch nach Möglichkeit die Treppen mit zwei Stufen auf einmal als nur eine. Die Bewegungen laufen dann wieder voll automatisch und mühelos ab. Eine kurze Zeit wirkt sich das dann bei mir auch noch auf ein verbessertes Gehen aus, leider meist nicht allzulange.
Eine einfache Antwort auf die Funktion verschiedener Bewegungsebenen kann ich hier leider nicht geben.
Eigentlich müsste das Gehen sowie das Treppensteigen als festes Bewegungsprogramm immer gleich voll automatisch ablaufen. Und genau diese unterschiedlichen Auswirkungen auf ähnliche Bewegungen sind es, die mich immer wieder zweifeln lassen, ob es nur am fehlenden Dopamin liegt. Warum sollte mein Gehirn beim Treppen gehen weniger Dopamin brauchen als beim Gehen?
Vielleicht liegt der Unterschied im Bereich des mehr geforderten Gleichgewichts oder mehr beanspruchter Muslulatur und mehr Gelenksaktivität.
Genau an diesem Punkt müsste Physiotherapie und Hirnforschung gemeinsam neue Wege finden.

Ich bedanke mich sehr herzlich für Deine persönlichen Erfahrungen

Karl-Heinz Kort
Schachcharly
Hallo Olga,

ich kann Dir leider nicht genau sagen, warum es bei mir hilft. Aber ich spüre z. B. beim gehen auf einem federnden Laufsteg im Moor, dass meine Schritte wieder länger werden. Wenn ich auf einer schwankenden, vibrierenden Fähre gehe, richtet sich mein Oberkörper ganz von allein auf.
Auch nach kurzem Trampolinspringen fällt das Gehen wieder leichter.
Bei leichten Bergwanderungen fühle ich mich erst wohl, wenn die anderen meckern: zu steil, zu uneben.
Solche Erfahrungen möchte ich zu einer ganzheitlichen Parkinsontherapie nutzen, die parallel oder unabhängig von Medikamenten wirkt.

Liebe Grüße an Deine Mutter und viel Kraft füt Dich

Schachcharly
Schachcharly
Hallo Margarete 23,

hast Du oder bekannte Betroffene persönliche Erfahrungen mit der 7 Sinne Therapie gemacht?
Wenn ja, Welche?

Vielen Dank für den Tip und weiterhin alles Gute für Dich

Schachcharly
margarete 23
Hallo Schachcharly!
Ja,ich habe Erfahrungen gemacht.Mein Oberkorper wurde zusammen schrumpfen wenn ich fur 10 Behandlungen 1600Euro bezahlen musste
und ich werde anfangen zu zittern wenn ich dazu noch Kassenrezept abgeben musste,weil das alles habe ich auf Kassenrezept umsonst.
War aber gute Geschaftsidee von Dir.

viele Grusse und viel Erfolg!
margarete 23
Lachdoch
Hallo Schachcharly,

das macht ja richtig Spass, sich hier zu beteiligen.
Und jeder Einzelne bekommt eine Antwort, danke für deine Mühe!
Zu dir würde ich glatt zum Massieren kommen, wenn der Weg nicht so weit wäre.

Und zum Thema: siehe unter "Pressedienst - Tanzparkett statt Dopamin"
Leider auch nicht von mir probiert, ich fühle mich dafür zu weit fortgeschritten.

So eine CD hat sich eine Parkinsonbekannte erst erstellen lassen,
sobald sie von ihren Erfahrungen berichtet, melde ich mich wieder!

Vergiss es nicht-
Lachdoch!



Feh
Hallo birta,

Das mit dem verblüffenden Treppensteige-Effekt kenne ich auch - allerdings nicht aus eigener Erfahrung. Ich habe gottlob bislang keinerlei Einschränkungen beim Gehen! - Leider half es nichts wenn sich derjenige eine Treppe vorstellte. Kannst du dir die Treppe vorstellen und dann auch in der Ebene besser losgehen?

LG
Feh
Feh


Lachdoch wrote: Tanzparkett statt Dopamin"
Leider auch nicht von mir probiert, ich fühle mich dafür zu weit fortgeschritten.



Hallo Lachdoch,
was heißt hier, du fühlst dich zu "fortgeschritten"??? Das mußt du aus deinem Gedächtnis streichen - und es ausprobieren vielleicht hilft es dir ja - du würdest eine Chance vertun...

LG
Feh
Schachcharly
Hallo Feh,

ich muß leider zugeben, dass ich mich mit dieser Thematik noch zu wenig beschäftigt habe, aber ich werde versuchen, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und dann selbst zu spüren, ob da was dran ist oder nicht. Ich denke als Betroffener spürt man schnell den Unterschied zwischen Spreu und Weizen.
Zur Zeit gehe ich für mich den Weg, mich nicht zu ärgern, wenn es Off Phasen gibt. Sehr gute Erfahrungen habe ich persönlich in den Off Phasen mit Entspannungstechniken gemacht. Mit guter Entspannung kann ich bestehende Einschränkungen wieder sicher ausgleichen.
Aber in den On Phasen bin ich um so aktiver um Kraft, Beweglichkeit und die Koordination Schritt für Schritt weiter zu verbessern.

Vielen Dank für Deine Anregung

Schachcharly
birta
Hallo Schachcharly, Feh und alle anderen interessierten

Diese Diskussion entwickelt sich zu einem regelrechten Brainstorming. Ob ich mir Treppensteigen vorstellen kann?
Eigentlich schon. Ich habe es damals auch schon versucht oder vielmehr mir ein unebenes Gelände vorzustellen, statt
einer Straße oder dass die Treppen weitergehen obwohl ich eigentlich den Flur entlang gehe. Teilweise hat es auch geholfen,
aber leider nur Teilweise. Spätestens dann wenn etwas anderes meine Aufmerksamkeit erforderte, z.B. eine Unterhaltung,
ging es nicht mehr. Die Zweifel, dass fehlendes Dopamin an einem Ort im Gehirn, alles über diese Krankheit sagt habe ich auch, Schachcharly.
Ich habe mich auch vor dem M.P. viel mit bewusster Bewegung befasst aber nach meiner Erkrankung ist mir noch klarer
geworden wie unglaublich komplizierter Prozess Bewegung doch ist. Die Wissenschaft hat da noch einen langen Weg bis das alles verstanden wird ( wenn
überhaupt?). Ich denke, dass das z.T. eine Chance ist. Mein Parki ist zwar nicht so weit fortgeschritten, ich arbeite noch voll und habe familie und 2 Kinder.
Die Medikamente vertrage ich mit einigen Ausnahmen gut ( Gelenkschmerzen, Wassereinlagerungen). Wenn ich jedoch daran denke, dass ich diese die
kommende Jahrzehnte noch nehmen muss und wahrscheinlich in höheren Dosen, dann frage ich mich wie lange mein Körper das gutheisst.
Ich möchte solange ich fit bin, alles was die Krankheit aktiv positiv verändern kann, auch dann tun.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Woche.

LG birta
ulli
Hallo allseits in diesem Themenblock. Leider ist mein post wieder mal nicht gesendet worden. Daher kurz:> Tanzen als sehr effektive und Lebensfreude spendende "Therapieform". dazu habe ich bereits geschrieben, nicht nur hier. Zustimmung allseits. Es muss nicht der äusserst effektive Einzelprivatunterricht sein einmal ne Std. je Woche beim Chef eines Tanzsportvereins, wo Formationstänze und Turniere stattfinden. Als Trainer merkt er sofort, was alles falsch ist an Haltung, Bewegungsmuster, Tempo, Umsetzen Kopf__Fuss usw.. Auch nur so Spass am Tanzen reicht, wenn es regelmässig getan wird. Natürlich auch mit Tanzbegeisterten, gemeinsam kommt mehr Freude auf. Tatsache ist, dass das Laufen sich im Muster (enge und lange Schritte) derart geändert hat , dass viele dies als ganz positive Entwicklung sehen. Dies ohne Tabletten auf Dauer, sicher nicht. Meine Physiotherapeutinnen meinten nach Hospitieren, diese Art "Tanztherapie" bringe viel mehr in kurzer Zeit als z.B. die sehr "pingelige" Bobath - Therapie. Diese müsse zwar sein (so meine Ärzte), doch ergänzend sei Tanzen fast "unschlagbar", was die Freude angeht und auch das Gefühl für Rhythmik. Traut euch, wenn möglich!
Ulli
Schachcharly
Hallo Ulli,

nach einem schweren Unfall mit teilweiser Querschnittslähmung konnte ich nach gut einem Jahr gestern zum erstenmal bei flotter Musik ein paar Minuten alleine tanzen, es war Freude pur! Daher kann ich Dir voll zustimmen!
Ich würde aber neurologische Krankengymnastik und Tanz nicht in Konkurrenz gegeneinander stellen. In meinem Buch über alternative Parkinsontherapie, das ich letzten Monat fertig gestellt habe, bin ich sogar so weit gegangen, gute Physiotherapie mit Sex und Tanz gleichzustellen.
Es ging mir dabei um folgende Paralelen:
Bewegungen unter höchster Konzentration bei gleichzeitiger und vorangehangener maximaler Entspannung.
Von außen geführte Bewegungen, die im gewohnten Bewegungsschema beginnen, und dann immer mehr in die Grenzbereiche ausgeweitet werden.
Vollkommenes Vertrauen in den führenden Partner / Therapeuten.

Ich sehe hier viel mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg auf Deinem Weg

Schachcharly
rosa-linda
hallo alle miteinander,

meine rechte seite ist von ca. 8 jahren parkinson beeinträchtig.

viele erfahrungen kommen mir bekannt vor.

ich kann 1 stunde bergauf gehen aber im großkaufhaus schleppe ich mich durch die gänge und nach 15 minuten bin ich erschöpft.

natur kontra stressigen einkauf
bergauf geht es immer gut im gegensatz zu in der ebene gehen.
tanzen kann ich besser als gehen
wenn ich in meinen gehrythmus hineinkomme, darf ich ihn nicht unterbrechen ansonsten unterbreche ich das funktionieren meines ganges.

die so-wie methode, das visualisieren habe ich ausprobiert mit teilerfolgen.

bin neugierig, ob dieser beitrag wieder verloren geht

liebe grüße
rosa-linda
rosa-linda
hallo,

ich habe seit ca 1/2 jahr eine schiene verschrieben bekommen, welche den vorderfuß beim gehen am hinuntersinken hindert. ich trage sie nur gelegentlich, da sich der fuß, bei längerem eingezwängt sein, dagegen "wehrt". aber für ca 2 stunden am tag ist die schiene eine große hilfe.

auch habe ich im letzten jahr optimalere schuhe gesucht und gefunden.
schnürstiefel die am rist ganz eng gebunden werden können sind für mich eine große hilfe beim gehen.

liebe grüße
rosa-linda
Schachcharly
Hallo Rosa-Linda,

vielen Dank für Deinen Tip mit den Schnürstiefeln, welche die Spitzfussstellung sicher etwas verhindern helfen. Leider seh ich aber bei vielen Betroffenen meistens offene Schlappen, die das Problem dann noch verstärken. Ich kann Dir aber trotzdem wärmstens empfehlen, Dir Dehnungen und Kräftigungsübungen für die Unterschenkel zeigen zu lassen. Bergaufgehen ist zB sehr zu empfehlen, aber die Fersen dabei immer schön auf den Boden drücken.

Alles Gute

Schachcharly
rosa-linda
hallo schachcharly

ich bin in physiotherapie. der wadenmuskel ist der muskel der mit seiner überfunktion den spitzfuß "erzeugt". d.h. dehnungsübungen ja, kräftigungsübungen, nein.
beim bergaufgehen tritt mein fuß von selber als ganzes auf, das ist ja das besonders schöne daran.
kommt es bei anderen auch vor, dass beim in der ebene gehen die verbindung zwischen gehirn und muskeln plötzlich klfunktioniert und die füsse sich einwandfrei bewegen. mir passiert das 1 bis 2x die woche. habe natürlich versucht herauszufinden wann und unter welchen umständen dies klappt, leider nur mit wenig erfolg .

liebe grüße
rosa-kinda
Nach oben

» Patientenforum


© GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG