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Liza
Liebe Lotte,

ich weiss nicht was Sie bezahlt haben und wie viele Nadeln in Ihrem Ohr stecken, und ich sage auch nicht,
dass diese Therapie nicht hilft............ Es sollte Ihnen zu denken geben, die Hochpreisigkeit und die unglaubliche
Anzahl der Nadeln.Nach dem Motto: eine Sitzung und dann ist es gut.
Ansonsten mal am Prozess teilnehmen Z.B. nächsten Donnerstag.Ich weiss auch,dass immer verschoben wurde.

Alles Gute und ein bisschen Weitsicht, Liza
Mason*
Magdeburger Volksstimme wrote:Betrugsprozess gegen früheren Magdeburger Arzt
"Ich habe gezahlt bis ans Ende meines Geldes"

Von Silke Janko, Magdeburger Volksstimme vom 18.06.2010


Magdeburg. Ulrich W., ein einst in Magdeburg praktizierender Neurologe, hatte gestern seinen großen Auftritt vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Magdeburg. Knapp 70 Minuten schilderte der wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagte Mediziner seine Sicht der Dinge. W. versuchte, sich dem Gericht nicht nur als "gutgläubiger Ossi" darzustellen, der blind seinen zahlreichen Beratern gefolgt war. Er schilderte auch bereitwillig, wie er seine selbstentwickelte "W.-Parkinson-Implantat-Therapie" vermarkten wollte, immer zum "Wohle der Patienten". Dabei war angeblich auch Boxlegende Muhammad Ali eine Rolle zugedacht.


Der 61-jährige W., dem bereits die Aprobation entzogen worden ist und der heute im spanischen Valencia lebt, muss sich seit vergangenen Donnerstag wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 447 Fällen verantworten. W. hatte Parkinson-Patienten Titan-Nadeln zur Dauertherapie ins Ohr eingesetzt. Zwischen der Herstellerfirma und W., so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, wurden zwei Firmen zwischengeschaltet – einziger Zweck war es, diese Nadeln teuer zu verkaufen. W. hatte die Nadeln für zehn Euro eingekauft, dem Patienten waren schließlich zwischen 60 und 100 Euro in Rechnung gestellt worden. Die Schadenssummen pro Patient bewegen sich zwischen 200 und rund 12000 Euro, insgesamt 4,4 Millionen Euro.

Kleine Wohnung und ein Fahrrad
W.s beide Anwälte hatten zu Beginn des zweiten Verhandlungstages zum Gegenschlag ausgeholt und in einer Verteidigererklärung auf die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft vom ersten Verhandlungstag reagiert. "Das Bild von Raffgier und Scharlatanerie habe die Ermittlungen von Beginn an geleitet", sagte der Hannoveraner Strafverteidiger Michael Nagel mit Hinweis auf die Berichterstattung in den Medien. "Tatsachen, die eine Geldgier belegen, finden sich nicht", erklärte der Verteidiger. Und schob gleich nach, in welcher wirtschaftlichen Situation sich W. befindet: Er bewohne mit seiner Lebensgefährtin eine 60-Quadratmeter-Wohnung und benutze zur Fortbewegung ein Fahrrad. Nagel fuhr starke Geschütze auf, indem er die Vorwürfe gegen seinen Mandanten als "Hetzkampagne" bezeichnete, die "nahezu an Methoden von Geheimdiensten" erinnerten. Der Jurist bezog sich dabei auf bestimmte Webseiten im Internet, die von W. das Bild eines unseriösen Arztes zeichnen, der überhöhte Rechnungen ausstelle. Diese Berichte seien auch der Ausgangspunkt für das vorliegende Strafverfahren. W. sei in einen "circulus vitiosus" (Teufelskreis) geraten, bei dem das Motiv nicht klar sei.

Dem Berliner Rechtsanwalt Jan Schlösser zufolge gehe es in dem Verfahren auch um die Frage, wie W.s Nadel-Therapie nach der Gebührenordnung der Ärzte (Göä) abgerechnet werden könne, die darauf keine Antwort habe. Schlösser zufolge habe W. seinen Beratern allzu sehr vertraut - die wollten, dass er von der Bildfläche verschwinde und dann seine Therapie als die eigene verkaufen. "Was man W. vorwerfen kann, ist sein Idealismus und ein gewisser naiver Umgang mit geschäftlichen Dingen", so der Jurist. Und schob nach, seine Naivität sei gefördert worden, weil er in der DDR aufwuchs.
Die Anwälte hatten W. offensichtlich geraten, in die Offensive zu gehen und sich als Opfer dubioser Berater darzustellen. Bei seinem mehr als einstündigen Vortrag wirkt er wie ein gebrochener Mann - von dem sportlichen-drahtigen, gebräunten Typ, so wie er in Magdeburg bekannt war, ist nicht viel geblieben.

Muhammad Ali als Vermarktungsobjekt
"Mein eigentlicher Lebensplan war, Parkinson-Patienten ein besseres Leben zu ermöglichen", schilderte der einstige Magdeburger Neurologe. Auf Anraten seines Steuerberaters gründete er eine Firma, um die Akupunktur besser zu vermarkten. Es lief alles sehr gut, wie W. schilderte. Und plötzlich bricht das Geschäft ab – weil die Kassen Akupunktur nicht mehr bezahlten. Als er den Vater seines Bankberaters mit implantierten Nadeln von seinen Schmerzen in den Knien befreite und der ohne Krücken laufen konnte, kam ihm eine Idee. "Daraus muss ich eine Methode machen", erzählte W. dem Gericht. Es kamen gleich Berater, die ihm helfen wollten. Er machte eine kleine Studie, einmal mit fünf und dann mit 20 Patienten. Dabei bestätigte sich angeblich, dass sich Parkinson zurückbildet. 2002 entwickelte er dann das Verfahren der "peripheren Hirnstimulation". Er glaubte, wenn die Patienten die Therapie privat bezahlen wollten, sei das in Ordnung. Seine Berater hätten ihm versichert, eine freie Honorarvereinbarung sei kein Problem. Es ging alles so lange gut, bis im Sommer 2003 ein "böser Brief", wie W. sich ausdrückte, von der Ärztekammer kam. Der Berater sagte ihm, wenn der Patient unterschrieben hat, sei alles in Ordnung. Man weiß nicht, ob W. das Gericht verklapsen wollte. Aber er schilderte allen Ernstes, er hätte ein Lexikon des Arztrechtes gekauft und seinem Berater "geschenkt, damit es keine bösen Briefe mehr gibt".

2004 gibt es bei W. eine Hausdurchsuchung. Doch W. glaubt noch immer, sein Abrechnungsproblem würde von seinen Beratern gelöst. "Ich suchte nach Wegen, das führte aber zu immer mehr Beratern und mehr Kosten." Einer wollte ihn mit der an Parkinson erkrankten Boxlegende Muhammad Ali in Kontakt bringen, um W.s Therapie weltweit zu vermarkten. "Das hat mich gereizt. Ich wollte zeigen, was ich kann." Doch dazu kam es nicht, weil gegen W. schon ein Ermittlungsverfahren lief. Er wusste, dass er als Arzt nur mit gültiger Honorar-Nummer seine Leistungen abrechnen durfte. Aber niemand habe ihm sagen können, mit welcher. Schließlich riet ihm einer seiner vieler Berater, durch Gründung einer Firma in der Schweiz das Problem zu lösen. Die Firma verdient, indem sie die Nadeln kaufte und weiterverkaufte. "Mir war es egal, Hauptsache es war legal", schilderte W. Um den Strafbefehl für seine Honorarforderungen wieder aus der Welt zu schaffen, wollte sein Berater anfänglich ein Honorar von 75000 Euro monatlich. Man einigte sich dann auf 17500 Euro monatlich. Diese Zahlungen stellte er erst ein, als er schon in Spanien weilte. "Ich habe gezahlt bis ans Ende meines Geldes", so W.
Der Prozess wird nächsten Donnerstag fortgesetzt.
lotte
Hallo liebe Liza
Ich habe 110 Nadeln in den Ohren.
Bin etwas abgenervt da ich gerade einen Bericht zum Prozess geschrieben habe und die Technik hier versagt hat. Mein Text ist nicht im Netz.So ein Mist. Dann später mehr.Der Mensch wird durch Erfahrung Klug. Ich muß meine eigenen Erfahrungn sammeln und lass mich von Meinungen selten von meinem Weg abbringen. das heißt aber nicht, dass ich nicht reflektiere was andere sagen.
Nacht Lotte
Lachdoch
Hallo Lotte,

110 Nadeln?
Interessant wäre auch der Preis, den Sie dafür bezahlt haben?
Ich kenne einen Vorzeigefall, der nichts dafür bezahlen musste!


carlos 1
...... ein mensch der mir sehr nahe steht sollte auch nichts bezahlen. er hat trotzdem eine behandlung abgelehnt !

schönen sonntag,


carlos
lotte
Hallo Lachdoch.
Wenn man einen Hirnschrittmacher oder Stamzelltherapie machen will ,dann zahlt man auf jeden Fall mehr.
Und so einen Hirnschrittmacher finde ich ja gruselig.-
Und die Langzeiterfolge berechtigen diesen Preis auch nicht.-
Das Dr. Werth seine Nadeln für einen gewissen Preis verkauft ist doch berechtigt,da steckt ja auch ein Wissen dahinter.
Der Preis ist kein Geheimnis eine Nadel kostet 60,- Euro und ich habe auch eine Rechnung.
Gruß Lotte
lotte
Hallo Lachdoch,
mich interessiert dieser Vorzeigefall ohne Bezahlung der Nadeln.Wer ist das und wie geht es ihm mit den Nadeln?
Gruß Lotte
lotte
Lieber Carlos,
wenn er keine Nadeln im Ohr hat, sagt das nichts. Muß man ja auch nicht machen. Viele tragen Ohrschmuck und haben kein Parkinson. Da meckert ja auch keiner! Oder ganz modern Tetovierungen am ganzen Körper.- Da sagt niemand was - und vielleicht macht man da viele Akupunkturstellen kaput.-???????????? Und der Preis wird frei verhandelt.
Endlos Thema.-
Liebe Grüße Lotte
Cassie
Ich habe 110 Nadeln in den Ohren

...schreibt Lotte.
Rein rechnerisch 55 Nadeln pro Ohr...
Unglaublich!

Cassie

This message was edited 1 time. Last update was at 21.06.2010 14:32

Liza
Liebe Lotte,
Gut ist was hilft.Nur bedenken Sie: Dr. Werth wurde 2oo5 schon einmalzu 8 Monaten verurteilt.Er hat nichts gelernt.
Er arbeitet mit Plagiaten aus Frankreich. Aber was rede ich;100 Nadeln pro Nadel ca 90€ - Wahnsinn-!
Aber was rede ich..

Liebe Grüsse Liza

Lachdoch
Hallo Lotte,

der mir bekannte "Vorzeigefall"
ist bereits verstorben!

Grüße!
lotte
Liebe Liza,
Du schreibst Dr. Werth hat nichts gelernt. Das stimmt absolut nicht.
Sein Medizinstudium schloss er ein Jahr früher ab mit der Note 1.
Danach arbeitete er drei Jahre in der Hirnforschung und dann ambulant als Nervenarzt.
Nach der Wende arbeitete er als Nervenarzt weiter. Die Akupunktur führt ihn nach der Wende zu den Akupunkturgesellschaften und nach Peking.In Peking sah er Akupunkturerfolge die in Deutschland keiner glaubte. So begann er vor 10 jahren mit der Akupunktur und ließ dabei die Schulmedizin nicht aus den Augen.Er ist für alles offen was hilft.
Es gibt keine fertigen Rezepte für die Akupunktur. Es geht um die Einschätzung des Energiezustandes aus der chinesischen Sicht.Es gibt so viele Punktkombinationen wie Patienten.Die Körperakupunktur hat 365 Punkte und die ohrakupunktur circa 330 Punkte. Das ist der Grund warum nicht jeder Akupuktur machen kann. Er hat vor randvollen Hörsaalen über die Akupunktur berichtet. etc.
Und er hat als erster die Akupunktur mit Titan Dauernadeln entdeckt.
Liebe Grüße Lotte
lotte
Hallo lachdoch,
aber der Vorzeigepatient ist doch nicht an denn Nadeln gestorben.-
Ich kann als Patient nicht beurteilen welche Nadeln die richtigen sind. Aber ein gewisses Vertrauen muß man schon mitbringen wenn man sich behandeln läßt, dass ist doch immer so.
Gruß Lotte
Holli
Guten Morgen Lotte,
Wie lange hast du jetzt Parkinson ? Respekt, sage, ich. Wer nach dem ersten Diagnoseschock derart schnell die richtige Therapie findet und die langjährige Lebensgeschichte des Herrn Werth kennt, muss phänomenale Kraft haben, Nerven wie ein Ausserirdischer und einen IQ von 200. Oder aber sehr naiv sein. oder aber ...... heisst du zufällig Werth mit Nachnamen ....? Deine Beiträge belustigen mich jedenfalls zunehmend. Also 55 Nadeln pro Ohr. Was hat das konkret gekostet ? Und wann , meinst du, kann man beurteilen, ob es Erfolg hat ? Ein halbes Jahr , ein Jahr, zwei Jahre ? Wir sind aber einig, dass du es momentan nicht beurteilen kannst ? Der Stand ist also, du hast sehr viel Geld bezahlt und weisst noch gar nicht, ob es wirkt. Mehr als erstaunlich, wie du dennoch hier Werbung machst. Seltsam, sehr seltsam.
Liza
Also Lotte,
Dr. Werth hat die Nadeln nicht entwickelt und erforscht, sondern der Inhaber der Firma Lametec " Karl Otto Launicke"
Ich habe auch nicht gesagt "er hat nichts gelernt " sondern: er hat aus seinen Fehlern nichts gelernt.
Ich habe den Eindruck, dass Sie gar nicht gewillt sind, zu einem anderen Arzt zu gehen um zu vergleichen.Sie sollten wirklich
am Donnerstag nach Magdeburg fahren.
Guten Tag Liza

Liebe Holli,
bin Deiner Meinung!!!!!!!!!!!!!




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